Malte Kebbels zentrales Motiv auf seinen Aluminiumelementen besteht scheinbar aus Linien, Wellen und sich wiederholenden, algorithmischen Strichen und Formen. Das „scheinbare“ Motiv ist aber nur die sichtbare Fläche, denn unter dieser Oberfläche ist eine unendliche Anzahl von Motiven verborgen.

Die Installation des Berliner Künstlers ähnelt einem 3D-Puzzle, das aus gleichförmigen, ovalen Elementen zusammengesetzt ist. Jedes Element ist mit einem sich wiederholenden, lichtempfindlichen und lumineszierenden Motiv bedruckt. Das Stecksystem schafft aus den planen Teilen eine raumgreifende, sich stetig fortsetzende Installation. Ein vertrautes Prinzip, das endlose Kombinationsmöglichkeiten birgt. Alle Teile stecken ineinander, alles setzt sich fort, hängt zusammen, verbindet sich neu.

FIN SIN FIN – „Ende ohne Ende“ ist ein aus seiner Zweidimensionalität entrissenes, mit kinetischer Energie aufgeladenes Bild. Es ist das Licht, das die Motive zum Leuchten bringt – in der Dunkelheit lässt ultraviolettes Licht die verborgenen Geheimnisse der modularen Installation erscheinen.

Kebbels Säuleninstallation spielt mit diesen Umständen. Der Betrachter ist eingeladen, die subtile Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensionalität sowie das Spiel von Licht und Lichtverhältnissen zu betrachten. In der Ausstellung liegen Laserstifte bereit, die es den Besuchern ermöglichen, auf der Installation zu malen. Die Ausstellung in der Galerie Rundgaenger ist bereits ab dem 2. März 2018 zu sehen.

Künstler
Malte Kebbel
Rundgaenger Galerie
Galerie Rundgænger Schierke & Seinecke GbR Niddastr. 63 60329 Frankfurt am Main
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