Höhen, Tiefen, Haptik, Punkte, Striche, Formen, Kreise, ein Puzzle aus gefundenen und kreierten Bildern.

Vom Flachsein, aufgeschlüsselt in seine Materie, den Molekülen, den Atomen, die wiederum zusammen die eigenen, einfachen und doch komplexe Formen bilden. Striche wiederholen sich, formen wiederholen sich, ergeben zusammen eine eigene Sprache.

Deformierte Motive, verzerrte Wahrnehmung – Der Schein der Realität, die nur die sichtbare Oberfläche ist, öffnet einen relativen Raum mit unendlich vielen Bildmotive, die sich in die Nischen füllen.

Wenn du das Bild anfassen dürftest, fühlt man die Haptik, wie aus der Sicht eines Blinden, der sich ein Bild ertastet und sich dabei ein Gebirge im Farbenrausch vorstellt.

Auch wenn ein zweidimensionales Bild in seiner Einfachheit verlockt, habe ich ein Bedürfnis es aus seiner Flachheit zu entreißen und mit kinetischer Materie aufzublasen.

Das Licht bringt dabei überhaupt erst das Motiv zum Scheinen. Durch die Strahlung erhellt es sich und in der Dunkelheit bringt Licht verborgene Geheimnisse aus der Bilderkollage empor. Man hat nur einen kurzen Moment Zeit, sich den Moment eigen zu machen, da verschlingt und verändert das Licht für einen die Gestalt vor den eigenen Augen zu einem neuen Ausdruck.

Der Computer der wie eine Arm-Prothese, durch eine Vielzahl von weiteren technischen Verfahren die Verlängerung der eigenen Handschrift und Linienformgebung ist, findet neue Wege in algorithmischen Wiederholungen einer Form in den Bildern wieder.

Malte Kebbel